Donnerstag, 7. Dezember 2017

Invasive Arten: Bürgerbeteiligung beendet

Die im Rahmen einer Online-Anhörung durchgeführte Bürgerbeteiligung zum Management von invasiven, gebietsfremden Arten, welche im Rahmen der Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 reglementiert wurden (ich berichtete), ist inzwischen beendet.

Unter Federführung des hessischen Umweltministeriums werden die eingegangenen Stellungnahmen (laut Angaben des Ministeriums ca. 900 Stück!) zu insgesamt 13 von mittlerweile 49 betroffenen IAS
nun geprüft und zu Änderungsvorschlägen an die zuständige Arbeitsgruppe von Bund und Ländern zusammengefasst. Anhand dieser Einwände seitens der Bevölkerung sollen die vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) erstellten „Management- und Maßnahmenblätter“ überarbeitet und voraussichtlich schon im Frühjahr 2018 veröffentlicht werden.

Ob z.B. die Forderung nach einer Haltungs-, Zucht- und Abgabebewilligung für verantwortungsbewusste Privatpersonen insbesondere bei der für unser Hobby relevanten Buchstaben-Schmuckschildkröte (Trachemys scripta) in den aktualisierten Managementplänen Beachtung finden wird, bleibt abzuwarten. Grundsätzlich sollte nicht nur die Haltung von Restbeständen im Rahmen der Übergangsregelungen, sondern auch die perspektivische Haltung zum Zwecke der Nachzucht unter Ausschluss des Entweichens erlaubt sein, zumal sogar von einigen Experten infrage gestellt wird, ob Trachemys scripta für Populationen der heimischen Europäischen Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) überhaupt eine Bedrohung darstellt (siehe u.a. die Stellungnahme der DGHT zum nationalen Durchführungsgesetz).

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