Über mich

Hallo liebe Freunde der Terraristik!

Mein Name ist Marco, ich bin Jahrgang '88 und arbeite hauptberuflich als Laborant in einem Untersuchungslabor für landwirtschaftliche Proben. Man kennt mich als Autor der Kolumne Speikobra - Der giftige Kommentar“ im Fachmagazin „terraristik“ vom Dähne-Verlag, welches leider mit Ausgabe 3/2015 aufgrund zu niedriger Absatzahlen eingestellt wurde.

Für Natur und Tiere habe ich mich schon als Kind sehr interessiert. Ganz besonders faszinierend und liebenswert fand ich Insekten, Spinnen, Schlangen und anderes Getier, welches bei vielen Leuten eher Ekel statt Begeisterungsstürme auslöst. Sehr zum Leidwesen meiner Mutter schleppte ich von meinen Streifzügen durch die Natur immer wieder Heuschrecken, Spinnen und anderes Getier nach Hause.

Nach meiner Berufsausbildung zum Chemielaboranten und dem darauf folgenden Auszug aus dem „Hotel Mama“, konnte ich meine Terrarianer-Leidenschaft ungestört ausleben. Meine erste Anschaffung war neben ein paar Annam-Stabschrecken (Medauroidea extradentata) eine Mexikanische Rotknie-Vogelspinne (Brachypelma smithi), die sich auch heute noch putzmunter in meinem Bestand befindet. Später kamen diverse weitere Wirbellose hinzu (darunter z.B. auch aquatische Exemplare wie Flusskrebse, Zwerggarnelen und Blutegel).


Cheirolasia burkei
Mein Einstieg und auch mein heutiger Schwerpunkt liegen also ganz klar auf der Wirbellosen-Terraristik. Als im Laufe der Zeit ein Arbeitskollege zu mir meinte: „Kennst du jemanden, der eine Kornnatter aufnehmen könnte?“, lautete meine Antwort: „Ja, ich will!“ Auch dieses wunderbare Tier befindet sich noch in meinem Bestand, sollte jedoch nicht das letzte Reptil bleiben. Irgendwann kamen dann auch noch ein paar Amphibien dazu. Auch wenn ich bei manchen Arten recht erfolgreich in Sachen Nachzucht bin und die Aufzucht von kleinen Echsen, Schlangen und Fröschen eine wunderbare Erfahrung ist, beschränke ich mich inzwischen gemeinsam mit meinem Lebensgefährten fast nur noch auf die Haltung von Tierschutzfällen und Abgabetieren, derer sich leider viele Halter innerhalb der Terraristik-Szene nicht mehr annehmen wollen. Dabei geben einem solche Tiere aus Tierheimen und Auffangstationen sehr viel zurück. Man muss sich bei einigen Arten nicht unnötig am Massenmarkt bedienen, solange  Exemplare in Einrichtungen des Tierschutzes auf Vermittlung warten.

Da seitens der (Kuschel-)Tierrechtslobby im Laufe der Jahre immer mehr Druck auf die Politik und die Gesellschaft ausgeübt wurde und wird, um ein ideologisch motiviertes Verbot der Haltung von sog.
exotischen Wildtieren (was sind eigentlich Exoten und Wildtiere?) durchzusetzen, und dabei massenhaft Falschbehauptungen verbreitet werden, die auch noch von der Lügenpresse Presse mit Pseudologiehintergrund in ihrer Sensationsgier freudig aufgegriffen werden, habe ich es mir mit diesem Blog zur Aufgabe gemacht, dieses leidige Geschehen zu kommentieren und an entsprechender Stelle (z.B. in Kontakt zu Politikern) meine Meinung als betroffener Tierhalter und -schützer darzustellen. 

Eine Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e.V. (DGHT) ließ daher auch nicht lange auf sich warten. Im Jahre 2014 legte ich die DGHT/VDA-Sachkundeprüfung für den Fachbereich Terraristik erfolgreich ab. Ende desselben Jahres folgte eine Mitgliedschaft im Arbeitskreis Wirbellose in Binnengewässern e.V. und somit auch im Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde e.V. (VDA). 2017 trat ich die AG Schlangen der DGHT sowie in die Deutsche Arachnologische Gesellschaft e.V. (DeArGe) ein. Darüber hinaus bin ich Förderer der Niedersächsischen Paläontologie und habe eine Tierpatenschaft für eine San-Francisco-Strumpfbandnatter (Thamnophis sirtalis tetrataenia) im Allwetterzoo Münster übernommen.
 

Insbesondere die Haltung von potentiell gefährlichen Wildtieren (sogenannte Gefahrtiere) steht zunehmend in der öffentlichen Kritik und wird teilweise durch absurde Gesetzgebungsverfahren und Verbote eingeschränkt. Ich selbst sehe mich nicht als Gefahrtierhalter, weil ich für mich persönlich entschieden habe, dass ich keine Tiere halten möchte, die mir gefährlich werden können. Aber ich bin der Meinung, dass Terrarianer, die sich für diese Tiere begeistern und sie unter bestimmten Rahmenbedingungen halten möchten, dies auch weiterhin dürfen sollten. Dafür setze ich mich ebenfalls aktiv ein. Außerdem gelte ich in manchen Bundesländern trotz meines harmlosen Tierbestandes tatsächlich schon als Gefahrtierhalter. Umso wichtiger ist es mir, dass diesbezügliche Regelungen keine harmlosen Tiere als gefährlich einstufen.

Neben der Terraristik ist auch noch die Astronomie eine große Leidenschaft von mir.



Kommentare:

  1. Hallo! Ich bin gerade zufällig auf deinen Blog gestoßen, weil ich nach Infos zu dem Lebendfütterungsverbot gesucht habe. Ich selbst verstehe nicht viel von Terraristik (mein Mann hat Schmuckhornfrösche). Jedenfalls Kompliment für diesen schön gestalteten, informativen Blog! GLG Bettina

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    1. Hallo Bettina,
      vielen Dank für dein Lob. :)
      Beste Grüße
      Marco

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